Coronavirus: Auswirkungen auf die Autobranche

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Nicht nur in den Medien ist das Thema Corona Virus scheinbar omnipräsent. Besonders für die ohnehin schwache Automobilindustrie könnte der Virus starke negative Konsequenzen haben. Neben der Herausforderung der New Mobility sind die Hersteller nun erneut von den nächsten Gewinnwarnungen bedroht.

Daimler in China

Gewinnwarnungen sind für Daimler nichts neues. In der Vergangenheit folgte hier nämlich bereits eine auf die andere. Es gab bereits fünf Warnungen. Die sechste ist wahrscheinlich, wenn der Markt in China weiterhin unter den Folgen des Coronavirus leiden wird.

Zu Beginn wurde der Corona-Virus von dem Großteil der Menschen unterschätzt. Das Epizentrum des 2019-nCov lag im chinesischen Wuhan in der Provinz Hubei. Weltweit sind an dem Virus bereits mehrere tausend Menschen erkrankt, mehr als hundert sind sogar bereits daran gestorben. In Wuhan ist bereits eine Abriegelung von der Außenwelt geschehen, doch das Leben steht auch in vielen weiteren chinesischen Regionen still. Bereits vor dem Beginn des chinesischen Neujahrsfest ist der Autohandel komplett zum Erliegen gekommen. Die Produktion von Gütern liegt in der Automobilindustrie sowohl bei Herstellern als auch bei den Zulieferer seit längerer Zeit schon still. Nicht nur die Fertigung in China ist davon betroffen, sondern auch die in weiteren Ländern.

Neben New Mobility lautet die nächste Herausforderung für die Autoindustrie: Corona Virus

Beispielsweise mussten die Fertigungen von Kia und Hyundai in Südkorea bereits ausgesetzt werden, weil die Komponenten, die in China hergestellt werden, schlichtweg fehlen. Bei SsangYong, General Motors und Renault-Samsung in Korea gestaltet sich die aktuelle Situation ähnlich. Die ersten Zulieferer haben bereits massive Probleme.

Doch auch die Hersteller in Deutschland sind auf eine ähnlich starke Weise betroffen. Das ertragreiche Geschäft wird heutzutage nämlich vorwiegend in China abgewickelt. Für Volkswagen, Skoda, Mercedes, BMW und Audi ist aktuell in China nichts zu machen.
Wenn sich die aktuelle Situation in der Industrie noch weit in den Monat März hinzieht und auch die Werke in weiteren Provinzen von China stillgelegt werden müssen, werden sich die negativen Auswirkungen in der Autoindustrie noch verstärken. Hubei ist hinsichtlich der Komponenten ein wichtiges Drehkreuz. Hier kann es zu einem wahrscheinlichen Ausfall in der Produktion von über 1,7 Millionen Einheiten kommen. Dies entspräche einem Rückgang in Höhe von über 30 Prozent im Vergleich zu den Prognosen vor dem Ausbruch des Corona-Virus.

Es wurde lange Zeit angenommen, dass die Autoindustrie in Japan von den Konsequenzen von Corona verschont bleiben würde. Doch in Japan musste diese Woche mit Nissan ebenfalls das erste Werk eine Pause einlegen. Hier ist ein Mangel an wichtigen Fahrzeugteilen im Werk Kyushu der Grund. Auch die Produktionslinie für Exportfahrzeuge soll in diesem Werk zum Stehen kommen, bis eine Nachlieferung der entsprechenden Teile erfolgt. Normalerweise werden auf den Produktionslinien pro Tag knapp 2.300 Fahrzeuge zusammengesetzt.

Allerdings gibt es nicht nur negative Nachrichten. In den Joint-Venture Werken von General Motors in China soll bald wieder ein gestaffelter Start der Produktion realisiert werden. Dies ist durch neue Verfügbarkeiten der Lieferketten und des bestehenden Lagerbestands möglich. Aktuell unterhält General Motors in China sieben Werke.

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