Boreout oder Burnout?

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Organisation und Work-Life-Balance: Wie man psychischer Belastung im Job entgegenwirkt

Für einen Großteil der Menschen ist der Job die größte Quelle psychischer Belastung. Folgen sind unter anderem längere Arbeitsausfälle oder Eintritte in die Frührente. Aber wie entsteht eigentlich ein Burnout oder ein Boreout? Und wie schafft man eine gute Work-Life-Balance?

Stress durch Leistungsdruck und Multitasking

Während Boreout den Zustand von Unterforderung im Arbeitsleben bezeichnet, beschreibt die inzwischen allseits bekannte Bezeichnung Burnout ein Gefühl der Überforderung. Selbstverständlich kann auch eine Unterforderung und ständige Langeweile am Arbeitsplatz psychisch belastend sein. Allerdings scheinen die meisten Menschen in ihrem Arbeitsleben eher überfordert zu sein. Auch wenn sich die Arbeit in den letzten Jahrzehnten positiv verändert hat und angenehmer und vor allem sicherer geworden ist, gilt dies eher für die körperliche Belastung. Psychische Belastungen haben hingegen stark zugenommen. Und schon lange ist bekannt, dass zu viel Stress über einen langen Zeitraum krank macht. In Deutschland scheiden immer mehr Menschen aufgrund von psychischen Erkrankungen vorzeitig aus dem Job aus. Vor allem Termin- und Leistungsdruck, die geforderte Multitaskingfähigkeit und ständige Unterbrechungen lösen bei vielen Menschen Stress aus.

Psychische Belastung bei der Arbeit vermeiden

Der Arbeitgeber ist dazu verpflichtet, geeignete Arbeitsschutzmaßnahmen durchzuführen, um körperliche sowie psychische Belastungen bei der Arbeit zu vermeiden. Dennoch sollte auch jeder selbst darauf achten, Stress im Job zu verhindern und eine gesunde Work-Life-Balance zu erreichen. Wichtig ist beispielsweise, sich genügend Zeit für komplexe Aufgaben zu lassen und eine Aufgabe nach der anderen zu erledigen. Versucht man, mit dem Tempo der anderen Kollegen und Kolleginnen mitzuhalten oder alle Aufgaben gleichzeitig zu erledigen, gerät man schnell unter Druck. Bei der Abarbeitung der Aufgaben sollten unbedingt Prioritäten gesetzt werden. Zudem sollte man darauf achten, nicht dauernd unterbrochen zu werden. Egal, ob durch eingehende E-Mails, Telefonate oder die Kollegen und Kolleginnen im Büro. Wird man ständig bei der Erledigung seiner Aufgaben gestört, ist ein konzentriertes Arbeiten kaum möglich und das Gefühl kommt auf, die Erledigung seiner Aufgaben nicht zu schaffen.

Work-Life-Balance: Gleichgewicht zwischen Arbeit und Privatleben

Ebenso wichtig wie das Vermeiden von Stress bei der Arbeit, ist es, eine gute Work-Life-Balance zu erreichen. Um nach der Arbeit abschalten zu können, empfiehlt es sich Sport zu treiben oder einem Hobby nachzugehen. Auch Familie und Freunde sollten nicht zu kurz kommen. Wer zu Hause ständig an die Arbeit denkt und diese zum alleinigen Fokus seines Lebens werden lässt, riskiert an Burnout zu erkranken. Dann fühlt man sich schnell sowohl von den beruflichen als auch von den privaten Anforderungen überfordert.

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