Steuerrückzahlung bei Kurzarbeit

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In Zeiten der Corona-Pandemie ist sie wieder in aller Munde: Die Kurzarbeit. Auch viele Unternehmen in der Automobilindustrie haben aktuell aufgrund der Krise keine andere Möglichkeit, als ihre Mitarbeiter in die Kurzarbeit zu schicken.

Diese werden in dieser Zeit durch den Staat mit Kurzarbeitergeld unterstützt, damit der Verdienstausfall abgemindert werden kann. Allerdings kann dies durchaus dazu führen, dass viele Beschäftigte in der Autobranche nächstes Jahr eine böse Überraschung erwartet – denn diejenigen, die Kurzarbeitergeld beziehen, sind verpflichtet eine Steuererklärung abzugeben.

Kurzarbeitergeld ist steuerfrei

Grundsätzlich ist das Kurzarbeitergeld steuerfrei. Das bedeutet, dass auf das Gehalt, dass während der Kurzarbeit ausgezahlt wird, wie gewohnt Steuern gezahlt werden. Wird die Arbeitszeit also um die Hälfte reduziert, wird auf das Bruttoeinkommen auch nur noch die Hälfte an Steuern fällig. Auch das Kurzarbeitergeld ist auf der Lohnabrechnung aufgeführt, allerdings fallen darauf keine Steuern an.

Jedoch zählt das Kurzarbeitergeld auch in der Automobilindustrie zu den sogenannten Lohnersatzleistungen, ähnlich wie Kranken- oder Elterngeld. Diese Leistungen sind von dem Progressionsvorbehalt betroffen.

Das bedeutet simpel ausgedrückt, dass das Kurzarbeitergeld und der Lohn, der in der Autobranche erarbeitet wird, zusammengerechnet werden. Der Steuersatz ist dann abhängig von der Höhe dieser Summe. Auf den eigentlichen Lohn wird dann der eventuell höhere Steuersatz angewendet – im Endeffekt kann es so dazu kommen, dass mehr Steuern gezahlt werden müssen.

Steuerrückzahlung trotz Kurzarbeitergeld möglich

Jedoch ist es auch nicht unwahrscheinlich, dass das Kurzarbeitergeld dazu führt, dass eine Steuerrückzahlung ins Haus steht. Der Steuersatz wird durch das Kurzarbeitergeld zwar ein wenig erhöht, allerdings können trotzdem nach wie vor alle möglichen Dinge von der Steuer abgesetzt werden, wodurch die Steuerlast reduziert wird, beispielsweise durch außergewöhnliche Belastungen, Sonderausgaben und Werbungskosten.

Diejenigen, die in diesem Jahr beispielsweise auf der Suche nach einem neuen Job in der Autobranche sind, können die Kosten, die im Zuge dessen entstanden sind, also bei ihrer nächsten Steuererklärung angeben und so möglicherweise sogar mit einer Rückerstattung rechnen.

Die beste Anlaufstelle, um einen neuen Job in der Automobilindustrie zu finden, ist im Übrigen eine branchenspezifische Jobbörse. Recruiter suchen dort speziell nach Menschen, die eine Leidenschaft für die Autobranche mitbringen, wodurch Jobsuchende mit Hilfe einer solchen Jobbörse die Chance haben, ihren neuen Traumjob schnell und unkompliziert zu finden.

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